New Blog Post on IBM BlueBlog: "Warum die Metropolen dieser Welt mehr Intelligenz brauchen"
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Weltweit zieht es die Menschen in die Städte. Während sich die städtischen Infrastrukturen über die Jahrzehnte nur sehr langsam diesem Ansturm anpassen, wachsen die Städte zu Mega-Cities heran. Bis zum Jahr 2050 sollen rund 70 %der Weltbevölkerung in Städten leben. Zum Vergleich: Im Jahr 1900 waren es gerademal 10 %.
Aber wir brauchen nicht erst so weit in die Zukunft blicken: Bereits in fünf Jahren erreicht die Einwohnerzahl in einigen dieser Mega-Cities schwindelerregende Höhen: Allein in der Metropolregion Tokio sollen 2015 fast 36 Millionen Menschen leben. Dies entspricht in etwa der heutigen Einwohnerzahl Polens. Auf immerhin 22 Millionen bringen es Mumbai und Mexico-City. Lagos darf sich den Titel der am schnellsten wachstenden Stadt geben: Rund 58 neue Einwohner zieht es dorthin – pro Stunde wohlgemerkt! In London sind es immerhin noch sechs neue Städter in der Stunde, während Berlin wohl stagnieren wird.
Neue Realitäten und neue Begrifflichkeiten
Selbst die Begrifflichkeiten können mit der Urbanisierung kaum mehr mithalten: In den 70er Jahren hatte die Uno den Begriff ‚Megacity’ eingeführt für alle Großstädte mit mehr als fünf Millionen Einwohnern. Nachdem man diese Grenze erst auf acht Millionen und dann auf zehn Millionen hochgeschraubt hatte, brauchte man angesichts der heutigen Einwohnerzahlen einiger Städte einen neuen Terminus: Die ‚Metacity’ war geboren - für alle Städte ab 20 Millionen Einwohner.
Was kommt auf uns zu?
Die Folge dieser sich immer schneller vollziehenden Urbanisierung sind bereits jetzt offensichtlich. Drei Beispiele sollen dies untermalen:
* Fürs Pendeln zwischen Haus und Arbeit benötigt man in Mexico-City im Durchschnitt zwei Stunden und 30 Minuten. Grund ist das völlig veraltetet U-Bahn-System.
* In Sao Paolo kommen jeden Tag 800 neue Autos hinzu – Der jüngste Stau-Rekord im Stadtgebiet lag bei 293 Kilometern.
* In London versickert rund ein Drittel des Trinkwassers durch Lecks in maroden Leitungen.
Der Investitionsbedarf in die städtischen Infrastrukturen ist enorm: Eine Studie von Deutsche Bank Research spricht von mindestens 40.000 Milliarden US-Dollar bis 2030.
Es geht bereits jetzt anders
Mit Investitionen in die richtigen Bereiche lassen sich viele der akuten Probleme minimieren und auf lange Sicht lösen. Es finden sich weltweit einige Leuchtturm-Projekte, die mit smarter Technologie versuchen, dem städtischen Chaos Herr zu werden:
* In Stockholm hat ein dynamisches Maut-System das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt um 20 %reduziert, Wartezeiten um 25 %und Emissionen um 12%.
* In Singapur helfen Echtzeit-Daten von Sensoren und Rechenmodelle, das Verkehrsgeschehen mit 90-prozentiger Sicherheit vorherzusagen und sich so auf Verkehrsspitzen einzustellen.
* Auf Malta überwachen intelligente Stromzähler den Elektrizitätsverbrauch in Echtzeit, finden undichte Stellen und belohnen sparsame Kunden.
* In Sao Paulo konnte man mit Hilfe eines modernen Wassermanagements die Qualität des Trinkwassers verbessern.
* New York konnte mittels moderner Technologien seine Kriminalitätsrate deutlich senken.
* Bangkok hat durch geschickten Ausbau des Nahverkehrsystems die Qualität der Luft deutlich verbessert.
"Smarter Cities"-Forum in Berlin am 23. und 24. Juni
BildUm Erfahrungen auszutauschen und Synergien zu erschliessen, treffen sich am 23. und 24. Juni Politiker, Entscheidungsträger, Wirtschaftsführer und Kunden der IBM in Berlin zum „Smarter Cities“-Gipfel. Weitere Treffen sind in Shanghai und New York City geplant. Das erklärte Ziel dieses Think-Tanks – für Berlin haben sich die Bürgermeister der größten europäischen Metropolen angekündigt – ist es, neue Ideen für das „Ökosystem Stadt“ anzuregen.